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Willkommen

auf der Homepage vom Musikverein Riedenberg.

Neben aktuellen Informationen zu unseren nächsten Auftritten und Bildern zu vergangenen Veranstaltungen finden Sie hier auch Historisches zur Entstehung und Entwicklung des Vereins.
Hinterlassen Sie gerne eine Nachricht in unserem Gästebuch.

Viel Spaß auf der Homepage des Musikvereins Riedenberg!



Aktuelles:

Aus acht wurden 24 Jahre

Vorsitzender Norbert Schneider hat sein Amt an Florian Leimbach übergeben. Der will sich als neuer Vorsitzender um die Nachwuchswerbung kümmern.


Zum Abschied erhielt der scheidende Vorsitzende des Musikvereins Riedenberg, Norbert Schneider (links) von seinem Nachfolger Florian Leimbach eine übergroße Motivtorte in Form einer Großen Trommel. Foto: Evelyn Schneider

Nach 24 Jahren Amtszeit ging jetzt die Amtszeit von Norbert Schneider als Vorsitzender des Musikvereins Riedenberg zu Ende. "Angetreten war ich damals für höchstens zwei Amtsperioden, also acht Jahre. Dass daraus 24 Jahre werden sollten, hatte ich nicht so geplant", sagt Norbert Schneider. Dennoch habe es meistens Spaß gemacht und zusammen mit seinen Vorstandsmitgliedern hätten sie auch viel erreicht, betonte er.

Nach vielen Jahren als Probe-Nomaden durch Gasthäuser und die Turnhalle, sei es gelungen mit dem Umbau eines der leerstehenden Häuser im Kinderdorf zu einem Musikheim dem Verein eine Heimat zu geben. Die Büttenabende sollten in dieser Zeit eine immer größere Bedeutung bekommen. Schade fand er die Auflösung des Spielmannszuges. Mit der Ausrichtung der beiden Jubiläen zum 40- und 50- jährigen des Musikvereins galt es zwei große Feste zu organisieren. Erst kürzlich war der 50. Geburtstag des Vereins mit einem viertägigen Fest auf dem Berghaus begangen worden und forderte alle Vorstandsmitglieder, Musikanten und zahlreiche Helfer bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Nun gab er das Amt in jüngere Hände ab.

Der 34-jährige Florian Leimbach, der seit seiner Kindheit tief mit dem Verein verwurzelt ist, erklärte sich bereit, den ersten Vorsitz zu übernehmen. Acht Jahre war er zuvor als 2. Vorsitzender tätig und mit der Musikvereinsmaterie bestens vertraut. Sein Amt wurde nun von Jasmin Hornung übernommen. "Ich habe den ersten Vorsitz nur übernommen, weil ich weiß, dass ich ein hervorragendes Vorstandsteam hinter mir habe und alle Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt sind", erklärte Florian Leimbach in seiner Antrittsansprache. Das Vorstandsteam besteht auch weiterhin aus dem 1. Kassier Klaus Schumm, dem 2. Kassier Wilfried Helfrich, 1. Schriftführerin Katharina Klug, 2. Schriftführer Christian Hergenröder und Dirigent Andreas Schumm. " Es herrscht ein sehr enger Zusammenhalt unter den Musikanten und ich kann auf die Mithilfe eines jeden zählen", führte Leimbach weiter aus.

Sein besonderes Augenmerk will er nun auf die Nachwuchswerbung legen und bereits im Herbst eine Instrumenten-Vorstellung organisieren, zu der jedes Kind, jeder Jugendliche oder Erwachsene eingeladen wird.

Als erste Amtshandlung überreichte er dem scheidenden Vorsitzenden Norbert Schneider als Abschiedsgeschenk eine übergroße Motivtorte, die sein Instrument, die Große Trommel, darstellt und mit dem Vereinswappen dekoriert war.

Erfreut zeigte sich Dirigent Andreas Schumm über zwei Rückkehrer in die Reihen der Musikanten, die das tiefe Blechregister unterstützen. Auch sind zwei Nachwuchsmusiker auf dem Weg zur Integration in die Kapelle. Dringenden Bedarf sieht er in der Aufstockung des Trompetenregisters, da es hier beruflich bedingt, gerade unter der Woche öfter eng wird.

In seinem Kassenbericht legte 1. Kassier Klaus Schumm die Finanzen des Vereins offen und konnte einen Gewinn von rund 2000 Euro vermelden. Die Kasse haben Rebekka Schneider und Franziska Seuring geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorstand konnte entlastet werden. Als neue Kassenprüferin wurde Maike Schaab gewählt.

Der nächste und letzte Termin der Jubiläumsfeierlichkeiten ist bereits am 27. Juli mit dem Auftritt von Sebastian Reich und Amanda. Danach fahren die Musikanten als Belohnung im Herbst in den hohen Norden zu einem Ausflug.


Die neue Vorstandsriege des Musikvereins Riedenberg: Vo. li. Wilfried Helfrich (2. Kassier), Christian Hergenröder (2. Schriftführer), Katharina Klug (1. Schriftführerin), Klaus Schumm (1. Kassier), Jasmin Hornung (2. Vors.), Florian Leimbach (1. Vors.),Dirigent Andreas Schumm. Foto: Evelyn Schneider

50 Jahre Musikverein Riedenberg
Großes Festwochenende am Berghaus Rhön

Es swingt und klingt beim Musikverein Riedenberg

Als großen Unterhaltungsabend hat der Musikverein die Feier zum 50-jährigen Bestehen angekündigt - und sein Versprechen hat er mehr als gehalten.


50 Jahre ließ der Musikverein Riedenberg bei seinem Jubiläumsabend Revue passieren und mitfeiern wollten ganz viele. Zum einen unzählige ehemalige Musikanten, die es teilweise schon seit Jahrzehnten in ganz Deutschland verstreut hat, aber auch viele Riedenberger und Freunde des Vereins aus den Nachbargemeinden füllten die Turnhalle bis auf den letzten Platz. Es wurden sogar noch weitere Sitzgelegenheiten besorgt, damit alle Gäste Platz fanden.
Und die Gäste wurden nicht enttäuscht. Sie konnten einen Abend erleben, der so gar nichts mit üblichen Kommersabenden gemein hatte. Zwar wurden auch Ansprachen gehalten und unzählige Mitglieder geehrt, dennoch blieb der Abend absolut kurzweilig. Ein abwechslungsreiches Programm, gestaltet von Musikanten und Spielleuten, sowie ein kleines "Best of Bütt" ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Den Anfang machten die "Dorfmusikanten", die als die Vorläufer der Blaskapelle gelten können und nach Original-Noten aus dem 19. Jahrhundert spielten. Für Furore sorgte auch der Revival-Spielmannszug, der natürlich seinen Siegermarsch von der Bayerischen Meisterschaft - den Deutschmeister Regimentsmarsch - zum Besten gab.
Fehlen durfte auf keinen Fall der Erkennungsmarsch der Riedenberger "Immer fröhlich", besser bekannt als der "14er", den die 30-köpfige Blaskapelle spielte. Neu arrangiert von Manfred Schneider mit leicht swingendem Touch.
In einem kleinen "Best of Bütt" traten Hausmeister Matthias Dorn, Sitzungspräsident und Till Eulenspiegel, Hubert Dorn und zwei der insgesamt acht Tanzgruppen der Büttenabende auf. Die Musik des Gardemarsches , so wie bei den Büttenabenden, auch an diesem Abend, spielte die Blaskapelle live.
Die Big Band Formation, die Glenn Millers berühmtes " In the mood" darbot sorgte für Begeisterung bei den Gästen. Den großen Abschluss machte neben dem Konzertmarsch " Die Sonne geht auf" und aus dem Musical Tabaluga "Nessaja", das Konzertstück "Concerto da more" , das durch zahlreiche Tempo - und Stilwechsel hohe Anforderungen an die Musikanten stellt, aber hervorragend gemeistert wurde. Zusammen mit dem Revival-Spielmannszug erklang der Coburger Marsch, den die beiden Klangkörper auch in früheren Zeiten schon oft zusammen gespielt hatten. Beim abschließenden "Wir Musikanten", hielt es niemanden mehr auf den Stühlen und alles sangen kräftig mit.

"Von euch Riedenbergern habe ich gar nichts anderes erwartet. Alles andere hätte mich gewundert", lobte Landrat und Schirmherr Thomas Bold die Mitwirkenden in seiner Ansprache. "Ein wunderschöner Abend - ich war sofort daheim, auch wenn ich schon über 30 Jahre in München lebe", freute sich Walter Dorn, ein früherer Musikant.
Selbstverständlich hat so ein aktiver Verein auch jede Menge treue Mitglieder und so gab es an diesem Abend nicht weniger als 60 Ehrungen.
Ehrungen:

Aktive Musiker:
Goldnadel:
60 Jahre : Manfred Hergenröder
50 Jahre: Herbert Belz, Otto Fischer, Norbert Hergenröder, Evelyn Schneider
40 Jahre: Norbert Schneider, Klaus Schumm
30 Jahre: Andreas Schumm

Silbernadel:
25 Jahre: Florian Leimbach
20 Jahre: Christian Hergenröder, Jasmin Hornung, Maximilian Mangold, Benjamin Rüttiger

Bronzenadel für zehn Jahre aktiv:
Franziska Dorn, Simon Hergenröder, Michael Kast, Katharina Klug, Felix Mangold, Maike Schaab, Jonas Schneider, Rebecca Schneider

50 Jahre Mitglied beim Musikverein:
Herbert Belz, Konrad Breitenbach, Karl Büchner, Roland Büchner, Blanka Dorn, Jakob Euba, Edith Fass, Michael Fass, Otto Fischer, Albrecht Hergenröder, Karl Hergenröder, Manfred Hergenröder, Norbert Hergenröder, Walter Hergenröder, Wilhelm Hergenröder, Edgar Hildmann, Kurt Hildmann, Doris Klug, Erich Kömpel, Edgar Martin, Willi Mathes, Albrecht Schaab, Norbert Schaab, Rudolf Schaab, Heinrich Schmitt, Albrecht Schneider, Evelyn Schneider, Petra Schultheiß, Christine Schumm, Erhard Schumm, Friedrich Schumm, Rudolf Schumm, Margit Seban, Edmund Statt, Ernst Stephan, Otto Stephan, Bruno Weigand, Ernst Wolf, Gerhard Zeier

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Sebastian Reich und seine Amanda kommen nach Riedenberg!

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums unseres Musikvereins Riedenberg im Jahr 2019 konnten wir als ein Highlight von vielen den Auftritt von Sebastian Reich für uns gewinnen! Sebastian bringt natürlich seine Amanda und sein neues Bühnenprogramm "Glückskeks" mit:


Die Vorstellung steigt am 27.07.19 in der Kinderdorfturnhalle in Riedenberg. Beginn des Kartenvorverkaufs ist der 01.12.18.

Ist ein eingeschweißter Keks aus leeren Kalorien, gefüllt mit einem Zettel samt sinnlosem Spruch echt der Weg, über den das Glück mit uns kommunizieren möchte? Und wenn ja, wäre das gut oder schlecht? Und überhaupt, was ist das, Glück? Braucht man das? Wo gibt es das? Wie kommt man da ran? Und bleibt das dann? Und wenn nicht? Haben das dann andere? Oder, ist Glück gar der Sinn des Lebens?
Fragen über Fragen, auf die Amanda dringend eine Antwort sucht. Das tut sie auf ihre unnachahmliche Art und Weise im neuen Programm „Glückskeks“!
Vielleicht ist Amanda ja selbst so ein Glückskeks, schließlich weiß man auch bei dem süßen Gebäck nicht, was gleich dabei raus kommt. Eines steht jedoch fest - Amanda hat ein besonderes Ziel: Glücklich machen, glücklich sein. Ob Sebastian ihr dabei eine große Hilfe ist, stellst sie einmal mehr in Frage. Aber das wird sie live und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen auf der Bühne klären. Hierbei wird sich zeigen, dass die smarte Nilpferddame reifer geworden ist. Ganz gleich ob sie nun den Führerschein machen möchte oder ihr eigenes Handy bekommt, Amanda steht mit beiden Beinen voll im Leben. Bleiben nur noch die zwei großen Rätsel, warum Amanda demnächst wohl sehr viel in England unterwegs sein wird und wer der „Glückskeks des Abends“ ist?!
Neben Amanda wird es auch zwei neue Figuren auf der Bühne geben, die jede Menge Glücksmomente, Überraschungen und ein musikalisches Highlight versprechen. Spontane Interaktionen werden die Lachmuskeln strapazieren und jedes TourGastspiel zu einem individuellen Erlebnis machen.
Eines werden die Zuschauer an diesem Abend allemal sein: Glücklich! Ob es Sebastian am Ende auch ist, das wird alleine Amanda entscheiden.
Auch das bereits dritte Solo-Programm des Würzburger Duos ist wieder für die ganze Familie und alle Altersklassen geeignet, vom kleinen Amanda-Fan bis hin zum großen Comedy-Liebhaber.

Generalversammlung 2016

Einer der Haupt-Tagesordnungspunkte auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Musikvereins aus Riedenberg waren die Neuwahlen der Vorstandsriege. Noch einmal trat die gesamte bisherige Mannschaft geschlossen an. Auch wenn Norbert Schneider seinen ersten Vorsitz nach 21 Jahren so langsam gerne in jüngere Hände abgeben würde, übernahm er dieses verantwortungsvolle Amt für die nächsten 3 Jahre noch einmal. "Ein letztes Mal", wie er betonte.


Die neue, alte Vorstandschaft: Florian Leimbach, Klaus Schumm, Christian Hergenröder, Katharina Klug, Wilfried Helfrich, Andreas Schumm und Norbert Schneider

Viel Aufmerksamkeit soll nun in der nächsten Zeit auch wieder in die Nachwuchswerbung gesteckt werden. Wie Dirigent Andreas Schumm bemerkte, sei die Qualität der musikalischen Darbietungen zwar sehr gut und gerade bei den Konzerten ernten die Musiker durchweg großes Lob vom Publikum, dennoch wäre es wichtig, in einigen Registern unbedingt Verstärkung zu bekommen.
Als eine erste Maßnahme wurde nun bereits die Zusammenarbeit mit der Grundschule aufgenommen, um dort die Kinder für die Musik zu begeistern. Leider herrschen derzeit geburtenschwache Jahrgänge vor, sodass dies vielleicht etwas schwierig werden könnte. Deshalb will man nun auch ganz gezielt die Ausbildung für ältere Jugendliche anbieten und auch auf die Erwachsenenausbildung bzw. auf die Reaktivierung von ehemaligen Musikanten setzen. "Wir werden von der Vorstandschaft ganz offiziell zahlreiche Männer und Frauen ansprechen, Übungsstunden anbieten, um einmal gelerntes wieder aufzufrischen, oder natürlich auch für Neulinge ganz von vorne beginnen", so die Vorstandsriege. Jeder sei willkommen – egal wie alt und mit welchem Instrument.
Gute Nachrichten gab es auch zum Thema Büttenabende. Nachdem die letzten Veranstaltungen wegen brandschutzrechtlicher Vorgaben ausfallen mussten, steht man nun in konstruktiven Gesprächen mit der zuständigen Behörde und ist guten Mutes alle Vorgaben erfüllen zu können, sodass die Chancen für das kommende Jahr mehr als gut stehen, die über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Büttenabende wieder stattfinden lassen zu können.
Die Finanzen wurden von Kassier Klaus Schumm hervorragend verwaltet, was ihm die Kassenprüfer Nicole Hettrich und Stefan Klug bescheinigten. Für die turnusmäßig ausscheidende Nicole Hettrich wurde Franziska Dorn neu in dieses Amt gewählt.
Die Bläserjugend wird in naher Zukunft einen Ausflug in den Nürnberger Zoo anbieten, wie der Jugendvorstand Jonas Schneider versprach.

Büttenabend 2015

Endlich war es soweit. Nach monatelangen Proben, die teilweise noch bis kurz vor Beginn des ersten der vier Riedenberger Büttenveranstaltungen dauerten, zogen die Riedenberger Narren alle Register ihres Könnens. In einem abendfüllenden Programm wechselten sich Reden, Sketche und Tänze mit musikalischem Kabarett in rasanter Folge ab und begeisterten das gut gelaunte Publikum. Alleine 6 Tanzgruppen aus allen Altersstufen traten auf. Jede der Tanzgruppen trainiert in Riedenberg und hat sicherlich ihren jährlichen Höhepunkt mit ihrem Auftritt auf den schon legendären Büttenabenden. Die jüngsten eröffneten als Cowboys den Reigen der Tänze, trainiert von Nicole Klein. Fetzig ging es weiter mit der nächsten Altersstufe und Shake it off, einstudiert von Sabine Reuß-Kast. Natürlich dürfen auch schmissige Gardetänze nicht fehlen. Alle beide wurden zu Livemusik der Riedenberger Musikanten gespielt. "Total eclipse of the heart" und ein bearbeitetes Medley von Höhner Hits ließen die Beine wirbeln. Trainiert haben diese Martina Schneider, Franziska Dorn, sowie Manuela Schaab. Orientalisch wurde es schließlich mit der von Bianca May geleiteten Showtanzgruppe. Eine wahre Augenweide waren schließlich die Ältesten, schon Damen. Hier hatte Franziska Dorn die Leitung. Natürlich gehören auf einer solchen Veranstaltung auch die klassischen Büttenreden dazu. Mit Michael Müller und Stefan Leitsch ist auch in diesem Genre die Jugend bestens vertreten. Michael Müller hatte seine liebe Last als junger Mensch auf einer Familienfeier mit lauter „alten Leuten“ zusammen sein zu müssen, die obendrein dem Alkohol etwas zu sehr zugesprochen hatten und als obendrein auch noch immerzu Bayern 1 hörten. Von seinem Wanderurlaub im Fichtelgebirge erzählte Stefan Leitsch in seiner unnachahmlichen Art und perfektem Riedenberger Dialekt. Schon die Hinfahrt in den Urlaub gestaltete sich sehr schwierig und gipfelte schließlich in katastrophalen Speisefolgen im Urlaubsort.


Landrat Thomas Bold ehrt Hubert Dorn für seine 30-jährige Tätigkeit als Sitzungspräsident. Ehrenvorsitzender Friedrich Schumm und Vorsitzender Norbert Schneider ernennen ihn dafür zum Ehrenpräsidenten.

Als Urgestein der Büttenabende kann man Gerhard Zeier, alias der Riedenberger Gemeindediener, bezeichnen. Seit mehr als 40 Jahren trägt er noch immer die sogenannte Ortsschelle vor, die sich die Eskapaden und Malheure der Riedenberger auf die Fahne geschrieben hat. In diesem Jahr wusste er von abgestürzten Futtermittelsäcken mitten auf einer stark befahrenen Kreuzung, von abenteuerlichen Cowboyszenen bei der Verfolgung eines ausgebüchsten Kälbchens, sowie vermeintlichen Christbaumräubern zu berichten. Ausführlich ging er auch auf einen in der BayWa eingeschlossenen Malermeister ein und schimpfte heftigst mit einem Unbekannten, der sich vor einigen Wochen erdreistete absolut alle Plakate, die auf die Büttenabende hinwiesen im gesamten Altlandkreis zu entwenden. Geschliffen, politisch höchst professionell, aber auch die umliegenden Städte und Gemeinde auf's Korn nehmend, brillierte Hubert Dorn in seiner Rede als Till Eulenspiegel auch in diesem Jahr wieder. Doch dieses Jahr ist in Bezug auf seine Tätigkeit als Sitzungspräsident ein ganz besonderes. Volle 30 Jahre steht er den Büttenabenden als der große Koordinator und humorige Ansager vor. Der ausrichtende Musikverein, seine Elferrätinnen, sowie jahrelange Mitstreiter ließen es sich an diesem Abend dann auch nicht nehmen und ehrten ihren Präsidenten ausführlich. Mit Bildershow und einem Gangsterrap der sein Leben aufarbeitete erwiesen diese ihm die Ehre. „Wenn es mir nicht so viel Spaß machen würde und ich nicht auf die tollen Männer und Frauen aus dem Musikverein zählen könnte, wäre ich sicher nicht so lange Sitzungspräsident geblieben. Aber ich muss niemanden groß bitten mit zu machen, oder zu Auftritten überreden. Irgendwie läuft das von ganz alleine und ich muss sie nur sinnvoll im Programm unterbringen.


v.l. Christian Dorn, Dominik Bauer, Christoph Dorn, Benedikt Schumm, Benedikt Carton als Riedenberger Rentner im Seniorenwohnheim in Bad Brückenau. Versorgt werden sie von Pflegerin Nicole Anzinger.

Natürlich durfte auch Hausmeister Matthias Dorn wieder nicht fehlen. In seiner unnachahmlichen Art gelingt es ihm immer wieder ein One-Man-Show aus dem Hut zu zaubern, die vollkommen frei vorgetragen, oft den Mund seiner Zuschauer vor staunen offen stehen lässt. Für große Lachsalven sorgten dieses Jahr 5 junge Männer und eine Dame. Sie hatten einen Sketch vorbereitet, in dem sie ihre Väter, Onkel und auch Bürgermeister Roland Römmelt als alte Greise darstellten, die das neue Seniorenwohnheim in Bad Brückenau als Mitbewohner unsicher machten. Nicole Anzinger als gestrenge Altenpflegerin, die sehr auf Sparmaßnahmen ausgerichtet war, zähmte die einst so wilden Männer. Christian Dorn, als Vater Alois, Christoph Dorn, als Vater Edwin, Benedikt Schumm, als Onkel Herbert Belz, Dominik Bauer, als alter Hubert Dorn und Benedikt Carton als Bürgermeister begeisterten den Saal. Die diesjährige Schlussnummer, die die Musikanten des Musikvereins immer einstudieren, beschäftigte sich dieses Mal mit der erwarteten Ankunft der Asylbewerber in Riedenberg. Mit aberwitzigen Vorschlägen, diese gebührlich zu begrüßen machten die Akteuere die Witze allerdings nur auf ihre eigenen Kosten. Norbert Hergenröder, als Vorsitzender des Begrüßungskomitees hatte seine liebe Not mit den strengen Vorschriften der Dame vom Landratsamt, die von Evelyn Schneider dargestellt wurde. Da wurden neue Kleiderordnungen erstellt, das Kreuzberglied kurzerhand mit orientalischen Klängen neu aufgelegt und in einer spektakulären Schwarzlichtshow die neuen Trainingsmethoden des Fußballvereins dargestellt. Unterbrochen wurden die ganzen Bemühungen schließlich auch noch von der Ankunft Wladimir Putins, der nun auch noch Riedenberg anektieren will, was natürlich nicht geklappt hat. Immer wieder von mehrstimmig vorgetragenen und passend umgetexteten Liedern untermalt, für deren perfekte Einstudierung der Chorleiter des Gesangvereins Erhard Schumm sorgt, war die Schlussnummer ein letzter Höhepunkt eines gelungenen Abends.



Jugend in der Bütt 2015

Nachdem der erste Büttenabend in Riedenberg vorbei war und bereits am frühen Morgen mit den Putzarbeiten der Halle begonnen worden war, konnte die nächste Veranstaltung am Nachmittag beginnen. Jugend in der Bütt fand in diesem Jahr bereits zum 15. mal statt. Nachdem vor 15 Jahren die schon bestehenden 3 Büttenabende restlos ausverkauft waren und noch zahlreiche weitere Gäste leer ausgingen und keine Karten mehr ergattern konnten, wurde angestrengt überlegt, ob man noch einen 4. Abend anbieten sollte. Da aber bis zu diesem Zeitpunkt auch viele Kinder an den Abenden im Saal waren, gingen die Planungen schließlich mehr in die Richtung, eine spezielle Veranstaltung für diese Kinder anzubieten. Das Pilotprojekt war dann auch ein riesen Erfolg und ist es bis heute, wie die bereits im Vorverkauf ausverkaufte Halle beweist. Unter der professionellen Moderation von Sitzungspräsident Luis Gerhard traten nahezu 100 Kinder an diesem Nachmittag in einem zweieinhalb-stündigen Programm auf, die Jüngsten gerade einmal 3 Jahre. Begeistert tanzten sie als kleine Raubkatzen verkleidet zu König der Löwen. Einstudiert von den noch aktiven Tänzerinnen aus der älteren Tanzriege Lina Schneider und Anna-Lena Kast.


Lukas Morell, Jonas Dorn und Jan Fischer (vo.re.) begrüßten mit einem lustigen Prolog

Die drei nächstälteren Tanzgruppen durften bereits mit ihren Tänzen "Footloose" und "Shake It Of", sowie einem rasanten Gardetanz auf dem großen Büttenabend auftreten. Doch auch in die Bütt wagten sich einige Mutige, nachdem die drei kleinen Jungs Jonas Dorn, Lukas Morell und Jan Fischer einen lustigen Prolog gehalten hatten. Pascal Leitsch, Lars Schaab und Svenja Küchler beschwerten sich zunächst heftig über die Vorschriften, die ihnen ihre Mütter täglich machen ,um am Ende doch festzustellen, dass doch nichts über deren Fürsorge geht. Jannik Nüchter berichtete über die gefährliche Zeit, in der seine Mutter den Führerschein machte und Maiko Wagner trat als Musterschüler auf, während Niki Ansorg die Schönheiten des Kindseins aufzeigte. Die Schüler der Grundschule hatten wieder zahlreiche Schulsketche vorbereitet und regelrecht fernsehreif war der Playback Auftritt von Theresia Heinze, die Helene Fischer perfekt imitierte. Zu Gast war ebenfalls in diesem Jahr wieder die Turnerriege aus Bad Brückenau, die akrobatisch in die Puppenspielerkiste griff. Über die nervige Warterei die entsteht, wenn man in einer Telefonwarteschleife hängt ließen sich Mona Gibian und Katharina Müller aus. Sie versuchten einen Brand zu melden und gaben schließlich nach zahllosen zu drückenden Zahlen und Sprachbefehlen entnervt auf. Michael Müller, der schon am Büttenabend auftrat, machte den Abschluss mit seiner Rede über den nervigen Besuch bei den Großeltern.



Cold Water Challenge

Es ist Mittwoch Abend, als mein Handy klingelt. Mein ältester Sohn – irgendwie ganz aufgeregt – teilt mir mit: „ Also Mutter, am Freitag Abend treffen wir uns drüben an der Sinn und spielen im Wasser Musik. Bring dein Saxophon mit und das Marschbuch!“ Zunächst bin ich sprachlos, dann beginne ich mir sofort Sorgen zu machen. Ist er jetzt verrückt geworden, oder ist er auf einer Party und hat zu tief ins Glas geschaut, dass er mir einen solchen Nonsens erzählt? Ich will gerade mit dem Schimpfen anfangen, als er mir sofort ins Wort fällt und mich bittet ruhig zu bleiben. Er fordert mich auf ins Internet zu schauen. „Da läuft doch gerade die Cold Water Challenge.“ Ich schaue nach, und sehe den Musikverein Oberzell in der Sinnflut Musik spielen. Noch immer kann ich mir keinen Reim darauf machen, was das jetzt soll. Doch dann werde ich detailliert aufgeklärt.

Begonnen habe wohl alles im hessischen Raum, als eine Feuerwehr mit diversen lustigen Wasserspielen im Netz posierte. Gleichzeitig forderte sie namentlich eine andere Wehr auf, ein ähnliches Spektakel auf die Beine zu stellen. 48 Stunden habe man dafür Zeit. Ansonsten müsse man die befreundete Wehr auch zu einem Grillfestchen einladen. Scheinbar fühlten sich die Feuerwehrmänner bei ihrer Ehre gepackt und ließen sich natürlich nicht zweimal bitten, den Spaß mit zumachen. Natürlich nicht ohne ihrerseits wieder eine andere Wehr zu nominieren. Irgendwann schwappte dieser Hipe wohl auch auf diverse Musikkapellen über und überschritt nun die bayerischen Grenzen. Der Musikverein Weiperz nominierte die Oberzeller, die es sich am Mittwochabend in der Sinnflut gemütlich machten und einige Musikstückchen zum Besten gaben. Von diesen wurden nun auch wir Riedenberger nominiert. Aha, jetzt weiß auch ich Bescheid. Aber wir sollen da wirklich mitmachen. „Die jungen vielleicht“, teile ich meinem Sohn mit. „Aber wir älteren? Na ich weiß ja nicht“ Nun war es Freitagabend und es waren fast alle Musikanten da, auch die älteren. Und trauten sich tatsächlich in die „Cold Sinn“, weil in die warme Sinnflut kann ja jeder, aber wir sind da natürlich härter. Also steige auch ich in die Fluten, spiele den Riedenberger Vierzehner Marsch und stolpere marschierend mit den anderen 25 Musikanten durch die Sinn. Und dieser „Blödsinn“ hat sogar Spaß gemacht. Jetzt wurden ihrerseits die Musikanten aus Geroda und Oberbach nominiert.
Ob die Musikfreunde da mitmachen?



Büttenabend 2014

„Es ist einfach unglaublich, was Ihr Riedenberger bei den Büttenabenden jedes mal auf die Beine stellt – Ich bin ganz sprachlos, wenn ich sehe, wie die Jugend mit Herzblut und in Perfektion dabei ist – vom ersten bis zum letzten Programmpunkt war ich begeistert…“, so oder ähnlich lautete am Ende der Veranstaltung der Tenor der Zuschauer. Am Samstag fand der erste der 3 Büttenabende statt. Alle Veranstaltungen waren bereits im Vorverkauf restlos ausverkauft. „Mittlerweile kommen die Gäste aus dem ganzen Altlandkreis, teilweise bis aus dem Würzburger Raum“ freut sich der 1. Vorsitzende des Musikvereins Riedenberg, Norbert Schneider. „Vielleicht liegt der Erfolg der Büttenabende darin, dass sich alle Riedenberger damit identifizieren und ihr Herzblut hinein geben,“ so Sitzungspräsident Hubert Dorn. „Wir müssen nie lange bitten, sich zu beteiligen. Gerade die jungen Leute kommen von ganz alleine und präsentieren ihre Ideen, arbeiten sie auch komplett selbstständig aus und sind mit sich selbst sehr kritisch. Erst wenn alles perfekt ist, sind sie zufrieden.“


Sitzungspräsident Hubert Dorn und sein Elferrat.

So zauberten auch die 5 Tanzgruppen , die alle aus Riedenberg kommen, perfekte und farbenfrohe Darbietungen aus dem Hut. Schon die „Kleine Garde“, die aus beachtlichen 18 Mädchen besteht, wirbelte zu, von der Musikkapelle live gespielten, "In the Navy" über die Bühne. In die Welt des Zirkus entführten die nächstgrößeren Mädchen in ganz verschiedenen, Manege-typischen Kostümen. Getanzt wurde zu verschiedenen Melodien, die aus der Zirkuswelt stammen. Perfekt war auch die Choreographie der „Großen Garde“, die sich ein Medley von Marianne Rosenberg ausgesucht hatte, das ebenfalls live gespielt wurde. Mit einem „Best off“ der letzten 15 Jahre verabschiedeten sich in diesem Jahr leider die ältesten, mittlerweile schon jungen Frauen, von der Bühne. Noch einmal präsentierten sie einen Zusammenschnitt ihrer besten Tänze unter großen Jubel- und Beifallsstürmen . Besonders das junge Publikum wurde von der gemischten und letzten Tanzgruppe des Abends mit einem Hiphop–Tanz angesprochen.

Feste Größen des Riedenberger Faschings sind auch alle Redner und Cabarettisten. Allen voran natürlich Hubert Dorn, der nicht nur als Sitzungspräsident kurzweilig durchs Programm führte. Seine Reden als Till sind bereits legendär und sicherlich einer der Gründe, warum in jedem Jahr so zahlreiche Politiker aus der Lokal, – Kreis, –Bezirks und auch Landespolitik nach Riedenberg zum Büttenabend kommen. Spitzfindig, kritisch und natürlich auch lustig war auch in diesem Jahr seine Rede absolut fernsehreif. Schon als kleiner Bub war Stefan Leitsch in der Riedenberger Bütt. Heute ist er 18 Jahre alt und fehlte seither in keinem Jahr. Mit perfektem Riedenberger Dialekt erzählte er über einen Besuch in der Großstadt Bad Kissingen, bei dem ihm so einiges aus dem Ruder lief. Malermeister Edwin Dorn – allen bekannt durch unzählige Auftritte – kam heuer als „er selbst“. Dass es nicht immer leicht ist selbstständig zu sein, auch wenn alle das denken, bewies er auf eine Art und Weise, die vielen die Tränen in die Augen trieben – vor lauter Lachen allerdings. Was wären die Riedenberger Büttenabende ohne ihren Hausmeister, Matthias Dorn. Sieht er mit dicker Brille und immer gleichem Outfit eigentlich aus, als ob er nicht gerade der Hellste ist, überrascht er immer wieder mit einem hervorragenden Programm, das einen Besseres lehrt. Immer dabei sind perfekt vorgetragene Zungenbrecher in atemberaubender Schnelligkeit, die die Zuschauer immer wieder nur staunen lassen. „Das würde ich nie hinbekommen“, so die Gäste.

Wie immer startete zum Ende des Abends die lange erwartete kabarettistische Schlussnummer, die von den Musikern der Kapelle aufgeführt wird. Dieses Mal startete sie allerdings etwas ungewohnt. Norbert Hergenröder, der herausragende Komödiant des Vereins teilte zunächst einmal mit, dass es in diesem Jahr gar keine Schlussnummer gibt. Trotz wochenlangen Bemühungen, war niemandem etwas eingefallen. Deshalb sollte diese nun feierlich zu Grabe getragen werden. Dass aus diesem Begräbnis dann natürlich wieder ein Lacher nach dem anderen wurde, war den meisten der Gästeschar natürlich sofort klar. Schon die im New Orleans Stil aufgezogene Beerdigung beanspruchte die Lachmuskulatur. Bevor Norbert Hergenröder allerdings die Schlussnummer wirklich in den Sarg legen konnte, passierten zahlreiche, typisch-absurde Zwischenfälle. So erwuchs dem Sarg plötzlich ein wieder erstandener Heino, der sich auch noch vervielfältigt hatte und in neuem Heino-Metal-Stil die Bühne rockte. Auch die Wahrheit über die Notwendigkeit der Brückensprengung wurde offenbart und das von keinem geringeren als Edward Snowdon. Dieser verriet, dass die Stahlverstrebungen der alten Brücke schon immer als Abhörantennen genutzt wurden. Da diese allerdings noch analog funktionierten und nun natürlich alles digitalisiert wurde, musste die alte Brücke weg. D.h., dass auch die neue Brücke zu Spionagezwecken genutzt wird. Dem Gesuch Snowdons nach Asyl in Riedenberg wurde erst nachgegeben als er bewies, sogar die Sänger des Männerchores derart beeinflussen zu können, dass sie nicht mehr Herr über ihre Stimmen waren. Zum Thema wurde natürlich auch die Bahntrasse gemacht. Doch auch hier fanden die Mitwirkenden die ultimative Lösung (wie immer). So wird es künftig eine kombinierte Rad-Bahn-Wanderstrecke geben, die derart absurd ist, dass sie schon wieder möglich wäre. Dass die Schlussnummer letztendlich nicht begraben wurde, war eh klar und endete schließlich in dem Versprechen, dass das „Spiel immer weiter gehen wird“. Zum Glück!

Artikel vom 18.02.2014 aus Saale-Zeitung bzw. Mainpost.

Weihnachten am "Kapelli"

Für die Riedenberger gehört es am Heiligabend unbedingt dazu, dass am Nachmittag vom Kapellchen herab Weihnachtslieder ins Dorf schallen. Die Musikanten der Rhöner Trachtenkapelle Riedenberg treffen sich seit Jahrzehnten beim hoch über dem Ort gelegenen Kapellchen. Doch bevor die Instrumente hervorgeholt werden, wird zunächst ein Weihnachtsfeuer entzündet. Es wird Glühwein erhitzt und auch Bratwürstchen werden gebraten. "Das ist für uns Musikanten, seit ich denken kann, die Einstimmung auf den Heiligabend. Es herrscht immer eine ganz besondere Atmosphäre. Für mich gehört es einfach zu Weihnachten dazu. Es ist für mich ein stimmungsvoller Abschluss des Musikjahres", erzählen die Erwachsenen und auch die Jugendlichen der Musikkapelle. Jeder nimmt sich die Zeit für dieses Treffen.


Die Musikanten der Rhöner Trachtenkapelle

Seit einigen Jahren finden sich auch die Riedenberger Böllerschützen dort ein. Ähnlich, wie in den Alpenregionen, wo das Böllern am Heiligabend schon immer Tradition ist, geben auch die Riedenberger ihre feierlichen Salutschüsse ab. Dann, kurz vor Einbruch der Dämmerung, suchen sich Böllerschützen und Musikanten einen sicheren Standplatz auf dem Felsen, auf dem auch das Kapellchen steht, und die Instrumente werden ausgepackt. "Tochter Zion", "Oh du Fröhliche" und andere Weihnachtslieder finden dann ihren Weg ins Dorf hinab. Wenn dann zum Abschluss das "Stille Nacht" verklungen ist, kann Weihnachten für die Riedenberger beginnen.


Die Musikanten im Hintergrund. Vorne die Böllerschützen.


80 Musiker und Sänger füllen den Kirchenraum

Besinnlich – fröhlich – melancholisch – festlich! Mit diesen Worten kann man das traditionelle Kirchenkonzert am 4. Advent in Riedenberg umschreiben. Mehr als 80 Aktive füllten Altarraum und Empore der St. Martin Kirche und boten eine große klangliche Vielfalt. Die Rhöner Trachtenkapelle, die 3 Chorformationen des Gesangvereins, der Jubilate Chor, sowie Volker Waldau und Michael Martin stimmten die Besucher der vollbesetzten Kirche auf das ganz nahe Weihnachtsfest ein.

Ganz leise begann das Konzert zunächst mit dem Psalm aus der Missa Parvulorum Dei, steigerte sich dann jedoch schnell in jubilierende Passagen. In den Alpenraum entführte die Rhöner Trachtenkapelle mit den Volksweisen aus Tirol „Nun nahen sich die Stunden“ und das überaus bekannte „Es wird scho glei dumpa“. Mit „Es wird wieder Weihnachtszeit“ brachte die Kapelle ein Musikstück, das zunächst nur vom Holzregister getragen wurde. Immer mehr Instrumente kamen im Verlauf dazu, bis es in einem klanglichen, von wunderbaren Harmonien erfüllten Finale endete. Michael Martin präsentierte sich mit drei Orgelwerken. Präludio aus dem Concerto G-Dur und Grand Chour triomphal und dem Präludium in A-Dur. Volker Waldau ließ die Zuhörer mit Jesus bleibet meine Freude, intoniert auf seiner Gitarre und begleitet von Bernhard Hopf auf der Orgel, still werden. Eine Kantate zur Adventszeit erklang von den Höhen der Empore. Dort hatte sich der Jubilate Chor positioniert. Der Himmel freue sich, Machet die Tore weit und Tochter Zion trugen die Frauen unter der Leitung von Bernhard Hopf vor.

Vom Männerchor wurden zwei bekannte Hirtenlieder vorgetragen, bevor der gemischte Chor des Gesangvereins Riedenberg erneut zum Einsatz kam. Erstmals aufgeführt wurde an diesem Abend die neuzeitliche Komposition Winter-Weihnacht und Neujahr. Nicht ganz einfach, wegen der für Chöre noch ganz unbekannten Syncopenteile. Doch Chorleiter Erhard Schumm gelang dieses Experiment sehr gut. Die Melancholie der Herbst-und Winterzeit kam mit „Something told the wild geese“ ganz deutlich zum Ausdruck. Der Frauenformation des Chores gelang es richtiggehend ein Bild vom Wegzug der Vögel und den damit nahenden Winter zu zeichnen. Richtig Schwung kam mit dem Gospel „Let my light shine bright“, den wieder der gemischte Chor intonierte. Ein Chorwerk von höchstem Anspruch war mit Cesar Francks „Ave Maria“ im Programm. Hierfür war bis zum Schluß richtig hart geprobt worden – und es hat sich gelohnt. Musikkenner würden dies bestätigen.

Mit drei Bläserensembles brachte die Blaskapelle noch sehr viel Abwechslung in das Konzert. Das Flötenquartett zeigte sich sehr sicher bei einer Bearbeitung des berühmten Gloria in excelsis deo. Auch ein Klarinettenquartett überzeugte mit einem Mozart Menuett. Beide Ensembles boten die Stücke in sehr guter Intonation dar. Vielen bekannt dürfte die Blechbläserformation Harmonic brass sein. Mit „Maria ging über´s Gebirg“ präsentierten die Blechbläser der Trachtenkapelle ein sehr anspruchsvolles Stück aus dieser Formation. Nach der vom Chor vorgetragenen Weihnachtshymne stimmten alle Gäste noch in das gemeinsam gesungene Macht hoch die Tür ein.


25-jähriges Jubiläum der Stadtkapelle Erding

Noch vor wenigen Tagen herrschte in Erding schlechtes Wetter und Hochwasser. Doch scheinbar brachten wir Riedenberger Musikanten am Wochenende die Sonne mit nach Oberbayern. Denn kaum trafen wir zu einem Gegenbesuch bei der befreundeten Erdinger Stadtkapelle ein, herrschte am gesamten Wochenende weiß-blauer Himmel, sodass deren 25-jähriges Jubiläum unter den besten Bedingungen stattfinden konnte. Mit fast 40 Musikanten und Begleitpersonen trafen wir am Samstag Mittag ein. Da nur wenige Kilometer von Erding entfernt die Allianz Arena steht, nahmen wir natürlich die Gelegenheit beim Schopf und ließen uns in einer zweistündigen VIP-Führung alles wissens- und sehenswerte des imposanten Bauwerkes zeigen. Sogar zum heiligen Rasen, den Trainer - und Ersatzspielerbänken und den Umkleidekabinen der FC-Bayern-Stars gelangten wir.


Bis zum heiligen Rasen der Münchner Allianz Arena durften wir während unserer Führung vordringen.

Am Sonntag morgen kamen wir Musikanten dann auf dem vollbesetzten Erdinger Schrannenplatz zu unserem musikalischen Frühschoppen - Einsatz. Als Geschenk zum Erdinger Jubiläum brachten wir unser berühmtestes rhöner "Lebensmittel" mit. Drei Fässer Kreuzbergbier beschert nun den Erdingern sicherlich eine willkommene Geschmacksabwechslung. Denn, auch wenn es im Werbespot so schön heißt: "Das Erdinger Weißbräu, das is halt a Pracht", braucht sich das Rhöner Bier nicht zu verstecken. So wiesen wir Riedenberger denn auch wohlweißlich darauf hin: "Das Kreuzberger Klosterbier, das wirkt halt mit Macht ....."!


Während des Frühschoppens, den wir musikalisch umrahmten, überbrachten wir den Erdingern 3 Fässer Klosterbier vom Kreuzberg.


Jahreshauptversammlung 2013

Neue Tracht – neuer Nachwuchs
Das sind derzeit die vorrangigen Ziele des Musikvereins Riedenberg, wie der erste Vorsitzende, Norbert Schneider auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung mitteilte. In den vergangenen, fast 44 Jahren, war die Vereinstracht immer ergänzt worden, mit der Folge, dass es Farbabweichungen im Rotton bei den Westen gab, sowie auch qualitative Unterschiede. Auch die Hüte fielen mit den Jahren immer etwas anders aus, sodass nun für alle männlichen Musikanten eine neue Tracht, bestehend aus Weste, fränkischer Lederhose, Janker und Hut in den nächsten Wochen beschafft werden wird. Förderfähig sind alle Trachten für Aktive bis 25 Jahre. Für die Riedenberger werden dies wohl ca 25 Ausstattungen sein. „Wir verändern natürlich unseren Erkennungswert nicht“, betonte Norbert Schneider, „aber wir halten uns an die Vorgaben, die für eine förderfähige, fränkische Tracht zu erfüllen sind“. Die Dirndlkleider der 13 Frauen und Mädchen sind hingegen noch erstklassig und absolut gleich. Hier besteht somit auch kein Handlungsbedarf.


Norbert Schneider erläutert Dirigent Andreas Schumm die neue Tracht, die in Kürze angeschafft werden wird.

Besonderes Augenmerk soll nun auch wieder auf die Ausbildung des Nachwuchses gelegt werden. Hier wird in Kürze ein großer Aufruf starten mit einem Instrumenten-Vorstellungsnachmittag. „Alle Kinder ab 9 Jahren sind herzlich willkommen. Aber es gibt absolut keine Altersgrenze nach oben. Auch wenn Erwachsene dazukommen möchten werden sie herzlich aufgenommen“, warb Schneider. „Auch jeder, der wieder neu einsteigen möchte würde uns mehr als freuen“.

Recht zufrieden zeigte sich Dirigent Andreas Schumm. „Wir haben ausgewogene Register und können uns durchaus auch bei größeren Konzerten zeigen. Schwierig ist es natürlich oft, die Proben so zu legen, dass die meisten der 29 köpfigen Stammbesetzung teilnehmen können. Überwiegend junge Menschen sind in der Kapelle aktiv. Viele studieren, oder sind durch ungünstige Arbeitszeiten verhindert. Das ist natürlich nicht immer einfach , sodass oft nur 50 % regelmäßig zu den Proben da sein können. Aber damit müssen wir uns arrangieren . Auch Maximilian Mangold, der die Jugendkapelle dirigiert lobte seine 12 Jungmusiker. Allerdings appellierte er eindringlich, neuen Nachwuchs zu schaffen, da das natürlich sowohl dem Klanggefüge, als auch der gesicherten Spielfähigkeit nur zuträglich ist.

Als ausgewogen , mit einem leichten Plus , konnte Kassier Klaus Schumm die Finanzen darlegen. Die beiden Kassenprüfer Maximilian Mangold und Jonas Schneider bezeugten ihm eine hervorragende Kassenverwaltung und beantragten dessen Entlastung, sowie die, der gesamten Vorstandschaft. Diese wurde einstimmig erteilt.

Glücklicherweise nur eine Formalität waren die Neuwahlen im Musikverein. Bis auf den Posten des 1. Schriftführers, den Jürgen Schumm über viele Jahre hervorragend ausgeübt hat, traten die bisherigen Vorstandsmitglieder erneut an. Für Jürgen Schumm rückte Katharina Klug , die bislang als 2. Schriftführerin fungierte, nach. Als 2. Schriftführer konnte man Christian Hergenröder gewinnen. Dieser wird sich auch um die in Kürze erscheinende Homepage des Vereins kümmern, die er schon fast vollständig fertiggestellt hat. Den ersten Vorsitz hat weiterhin Norbert Schneider inne. Den 2. Übernimmt Florian Leimbach erneut. Auch Kassier Klaus Schumm, sowie 2. Kassier Jimmy Helfrich blieben erhalten.


Die neu- bzw. wiedergewählte Vorstandschaft vo li. nach re. Jimmy Helfrich, Katharina Klug, Klaus Schumm, Christian Hergenröder, Norbert Schneider, Florian Leimbach und Dirigent Andreas Schumm.

Info:
Mitgliederstand 189
Aktiv in der Blaskapelle derzeit 29
Aktiv in der Jugendband 13

Artikel vom 8.4.2013 in Saale-Zeitung und Main-Post